Donald Trump spaltet die Gesellschaft wie kein Zweiter – auch das rechte Lager. Aber: Trump ist weder der Dämon, als den ihn seine Gegner zeichnen, noch der Messias, zu dem ihn seine Gläubigen verklären. Wer ihn ernsthaft analysieren will, muss beides aushalten: Ja, Trump hat politische Instinkte, die Europas saturierten Eliten völlig abgehen. Er versteht, dass Staaten Interessen haben und keine Freundschaften. Er begreift, dass ein ausgehöhlter Wohnungsmarkt, ausufernde Migration und endlose ideologische Selbstbeschäftigung eine Nation zersetzen. Und ja, seine Versuche, den Krieg in der Ukraine irgendwie an den Verhandlungstisch zu zwingen, waren zumindest der Ausdruck eines politischen Willens, den man in Brüssel oft schmerzlich vermisst.
Pro & Contra: Sind Trump und MAGA ein Vorbild für uns? (2)
Ist Donald Trump ein Vorbild oder ein Risiko für Europa? In der Pro & Contra-Diskussion mit Joachim Paul warnt Heimo Lepuschitz davor, dass die Interessen Europas unter einer konsequenten „America First“-Politik zu kurz kommen könnten.
Von Heimo Lepuschitz
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