Landtagswahl in Niederösterreich:

MDR gibt Spartipps: Strom erzeugen mit eigenem „Balkonkraftwerk”

In Zeiten der Energie- und Versorgungskrise werden die Bürger zu zahlreichen Einsparungen aufgerufen. Der MDR profilierte sich unlängst mit einer besonders ausgefallenen Idee.
Redaktion
/
12.12.2022
/
1 Minute Lesezeit
MDR gibt Spartipps: Strom erzeugen mit eigenem „Balkonkraftwerk”
Symbolbild (MDR-Gebäude in Leipzig): Geisler Martin via Wikimedia Commons [CC BY-SA 3.0] (Bild zugeschnitten)

Dresden. – Das Gebot des Winters heißt Energiesparen. So zumindest die weitestgehend unwidersprochene Leitlinie eines großen Teils von Politik und Medien. Diese stoßen jedoch regelmäßig an die Grenzen des guten Geschmacks, wie zuletzt in einem Beitrag des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Dieser empfahl seinen Zuschauern den Anbau von quadratischen Solaranlagen an den Balkonwänden. Mit dem daraus gewonnenen Strom sollten die Bewohner dann ihre Wäsche waschen, Wasser kochen oder Geschirr spülen. „Da freut man sich dann insbesondere, wenn mal die Sonne scheint“ lacht der Produktentwickler Stephan Hildebrandt im Video zu dem Artikel.

Bizarre Rechnungen auf Kosten des Steuerzahlers

Solaranlagen benötigen häufig eine lange Laufzeit, um sich zu rentieren, zehn Jahre sind da keine Seltenheit. Auch die Einsparungen, die der Idealfall erwirtschaftet, sind dabei nur marginal. Bei einem ganzjährigen perfekten Sonnenstand kommt der MDR zu einem Ersparnis von 106 Euro. Bei einer Anschaffung in Höhe von 740 Euro muss die Anlage demnach knapp sieben Jahre Strom liefern. In Anbetracht der wechselhaften Mietverhältnisse in deutschen Großstädten eine nicht unerhebliche Zeitdauer. Montage oder Reparatur sind bei dieser Rechnung noch nicht miteingerechnet, der MDR bezeichnet diese Kalkulation als „nicht so schlecht“. So bleibt zu nur hoffen, dass die deutschen Bürger nicht auf diese Art der Stromerzeugung angewiesen sein müssen.