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Heizungstechniker: „Im Herbst wird uns allen das Licht ausgehen“

Für eine unabhängige Versorgung sind Wärmepumpen ein beliebtes Mittel bei relativ günstigen Preisen, doch Experten sind kritisch. Es droht eine Überlastung des Stromnetzes.
Redaktion
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2.9.2022
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1 Minute Lesezeit
Heizungstechniker: „Im Herbst wird uns allen das Licht ausgehen“
Installation einer WärmepumpePhyxter Home Services, CC BY 2.0

Laut aktuellen Zahlen ist der Absatz von Wärmepumpen um 200 Prozent gestiegen. Dies könnte im Herbst und Winter zu Problemen führen. Sie benötigen viel Strom, währenddessen wird das Netz durch E-Autos und anderen „Stromfressern“ belastet. Darüber hinaus kommen aufgrund der Energiekrise mögliche Stromengpässe. Bernd Krüger, Chef eines großen Heizungs- und Sanitärbetriebs bei Starnberg in Bayern warnt: „Im Herbst wird uns allen das Licht ausgehen“. Der Andrang an die begehrten Pumpen sei hoch, die aktuelle Wartezeit betrage 44 Wochen. Weiterhin gebe das Netz gerade in ländlichen Regionen eine massenhafte Verwendung dieser Pumpen nicht her.

Energiewende verschärft die Probleme

Aktuell deckt die Erzeugung von Wind und Sonne lediglich 7,2 Prozent des Endenergieverbrauchs in Deutschland ab. Entgegen herkömmlichen Energieträgern fluktuiert diese aufgrund des Wetters und kann daher selbst bei immensem Ausbau die Grundlast der Bundesrepublik nicht tragen. Während der Tag-Nacht-Zyklus noch zuverlässig kalkuliert werden könnte, hat nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa das Problem des „Schwachwindes“. Laut Zahlen von energie.de lag der Negativrekord in Deutschland bei einer Einspeisung von 0,23 Prozent der Bruttogesamterzeugung bei Windstille. Die von der Bundesregierung beschlossenen 65 Prozent Anteil der erneuerbaren Energieträger am Gesamtverbrauch könnte beim aktuellen Entwicklungsstand daher zu massiven Störungen des Stromnetzes führen.


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