St. Pölten. – Rund um die Osterfeiertage steigt die Nachfrage nach Busverbindungen von Österreich in die Ukraine deutlich an. Insbesondere die Verbindung von Wien nach Kiew ist stark ausgelastet, vielerorts sind nur noch einzelne Sitzplätze verfügbar. Auch für die Rückfahrten nach den Feiertagen sind zahlreiche Busse bereits vollständig ausgebucht, wie Heute berichtet. Die Preise für eine einfache Fahrt liegen – abhängig vom Buchungszeitpunkt – zwischen etwa 60 und 140 Euro. Ähnliche Entwicklungen wurden laut dem Bericht zuletzt auch in anderen europäischen Ländern beobachtet, in denen es rund um die Feiertage ebenfalls zu Engpässen bei Verbindungen in die Ukraine kam.
Auslastung erreicht Spitzenwerte
An stark frequentierten Abfahrtsorten wie Wien-Erdberg oder dem Wiener Hauptbahnhof zeigt sich ein klares Bild: Kurzfristige Buchungen sind kaum noch möglich. Besonders die Tage unmittelbar vor und nach dem orthodoxen Osterfest sind außergewöhnlich stark ausgelastet. Auch die Rückreise gestaltet sich schwierig: Viele Busse sind noch mehrere Tage nach den Feiertagen ausgebucht. Dies deutet darauf hin, dass viele Menschen die Feiertage für Reisen in ihre Herkunftsregion nutzen.
Diese Entwicklung sorgt für politische Diskussionen. Udo Landbauer übt deutliche Kritik und stellt insbesondere die Frage der Finanzierung in den Mittelpunkt. Er kritisiert, dass in einer Phase steigender Lebenshaltungskosten für die österreichische Bevölkerung gleichzeitig Reisen von Geflüchteten möglich seien. „Was ist los mit dieser Bundesregierung? Während unsere Landsleute massiv unter der Preisexplosion leiden, fahren Ukrainer auf Steuerzahlerkosten auf Heimaturlaub. Entweder sucht man in Österreich Schutz oder nicht“, so der Freiheitliche in einer Aussendung. „Aber in Österreich kassieren und dann Urlaub in der Heimat machen, das geht sich nicht aus“, erklärt er. Zugleich fordert er strengere Maßnahmen. Die Regierung müsse sofort eine „Aktion scharf“ für Vertriebene starten, die „ganz offensichtlich gerne auf Kosten der Österreicher in die Heimat reisen“.
Debatte über staatliche Leistungen
Auch die soziale Dimension steht im Zentrum der Kritik. Landbauer sieht in den Entwicklungen ein problematisches Signal für Teile der Bevölkerung: „Es gibt österreichische Alleinerzieher, Familien und Pensionisten, die sich seit Jahren keine Urlaube oder gar Fernreisen mehr leisten können“, betont Landbauer. Er verbindet dies mit grundsätzlicher Kritik an der Regierungspolitik: Anstatt ein „echtes Entlastungspaket“ für die Österreicher zu schnüren, debattiere die Regierung über die Einführung neuer Steuern. Landbauer fordert angesichts dessen ein Ende der Politik „gegen die eigene Bevölkerung“ sowie dem „Rundum-sorglos-Paket“ für Menschen, die bislang nicht ins System eingezahlt haben.





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