Grundschule: Referentin schockiert Eltern mit sexualpädagogischem Konzept

Bei einem Elternabend in der niedersächsischen Gemeinde Worpswede soll es kürzlich zu großer Aufregung gekommen sein. Anlass war die Thematisierung der sexuellen Entwicklung von Kindern bis zum Alter von zwei Jahren und die Empfehlung an die Kinder, sich selbst und andere an den Genitalien zu berühren.

/
/
1 Minute Lesezeit
Grundschule: Referentin schockiert Eltern mit sexualpädagogischem Konzept
© IMAGO / Funke Foto Services

Worpswede. – Am 27. Mai soll es auf einem Elternabend des Hortes der Grundschule Worpswede zu einer heftigen Kontroverse gekommen sein. Im Mittelpunkt soll ein sexualpädagogisches Konzept gestanden haben, das die Eltern zutiefst beunruhigt habe. Die Referentin, bei der es sich laut einer Pressemitteilung der AfD um Tanja M., Koordinatorin für Kinderschutz bei SOS-Kinderdorf, handeln soll, habe über die sexuelle Entwicklung von Kindern im Alter von null bis zwei Jahren gesprochen und dabei die Freude an Nacktheit sowie das Berühren der eigenen und fremder Genitalien empfohlen. Sie habe auch das Berühren der Genitalien der Eltern thematisiert.

Diese Äußerungen stießen bei der familienpolitischen Sprecherin der AfD-Fraktion im niedersächsischen Landtag, Vanessa Behrendt, auf scharfe Kritik. „Hier liegt massive Kindeswohlgefährdung vor“, sagte Behrendt und kündigte an, Anzeige gegen die Kita zu erstatten. Behrendt bezeichnete die Empfehlungen als haarsträubend und warf SOS-Kinderdorf vor, tief im Sumpf perverser Sexualpädagogik zu stecken.

Fragwürdiges Sexualkonzept

Brisant sei, so die AfD, dass SOS-Kinderdorf selbst Träger der Kita sei. Die weltweit tätige Kinderhilfsorganisation sei im vergangenen Jahr wegen Vertuschung von sexueller Gewalt und Betrug in mehreren Ländern in die Schlagzeilen geraten, schreibt die Partei. Eine unabhängige Sonderkommission hatte über Kinderschwangerschaften nach Vergewaltigungen, Zwangsabtreibungen, Einschüchterung von Mitarbeitern und die Vernichtung von Beweisen berichtet.

Behrendt forderte eine gründliche Aufarbeitung der Aktivitäten von SOS-Kinderdorf in Deutschland und sprach sich für ein mögliches Verbot der Organisation aus. „Die an sich schon inakzeptable Welle woker Frühsexualisierung darf einer bereits einschlägig bekannten Organisation nicht als Steilvorlage für die Verbreitung perverser Pädagogik dienen“, sagte sie. Es handele sich nicht mehr um Einzelfälle, sondern um ein systemisches Problem innerhalb der NGO, das dringend angegangen werden müsse.

Der Hort der Grundschule Worpswede steht nun im Mittelpunkt einer hitzigen Debatte über Grenzen und Inhalte der Sexualpädagogik in Kindertagesstätten.

Auf eine Presseanfrage von FREILICH hat die zuständige Referentin bis zur Veröffentlichung des Artikels nicht reagiert.

AfD Brandenburg - Mit eurer Unterstützung in die Landesregierung!