Verändert die Tat in Illerkirchberg die Debatte?
Das Debattenklima in Deutschland beginnt sich langsam zu wandeln. Vielen wird jetzt klar: Opferschutz muss immer vor dem Täterschutz stehen.

Julian Marius Plutz, 1987 geboren, ist freier Journalist und schreibt unter anderem für die Achse des Guten, TheGermanZ und die Jüdische Rundschau.
Das Debattenklima in Deutschland beginnt sich langsam zu wandeln. Vielen wird jetzt klar: Opferschutz muss immer vor dem Täterschutz stehen.
Während sich der Kampf der Linken gegen Antisemitismus im Wesentlichen auf Rituale beschränkt, schaffen Protagonisten von „Fridays for Future“, „Extinction Rebellion“ und anderen Organisationen judenfeindliche Tatsachen. Doch von einer gesellschaftlichen Empörung kann keine Rede sein. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf.
„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht. Ich kann nicht mehr die Augen schließen, und meine heißen Tränen fließen“, heißt es in Heinrich Heines wohl bekanntesten Zeilen. Und in der Tat, im Jahre 2022 sind die Worte des Düsseldorfers auch beziehungsweise noch aktueller denn je.
Im September dieses Jahres verkündeten der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und sieben weitere Nationalmannschaften, dass der jeweilige Kapitän mit der sogenannten „One Love“-Binde auflaufen werde. Dazu kam es letztlich aber doch nicht.