„Corona-Maßnahmen“: Kassenärzte-Chef plädiert für Lockerungen
Eine Überlastung der Intensivstationen, mit welcher viele Maßnahmen begründet wurden, sei aktuell nicht zu befürchten, meint der deutsche Kassenärzte-Chef Gassen.
Eine Überlastung der Intensivstationen, mit welcher viele Maßnahmen begründet wurden, sei aktuell nicht zu befürchten, meint der deutsche Kassenärzte-Chef Gassen.
In einem mittlerweile auch offiziell als echt bestätigten Dokument richtet sich Verfassungsrichter Andreas Hauer an das Gesundheits- und Sozialministerium. Im Verordnungsprüfungsverfahren wegen des am heutigen Montag ausgelaufenen „Lockdown für Ungeimpfte“ soll das Mückstein-Ressort bis spätestens 18. Februar seine Grundlagen für diese Maßnahme liefern. Der fünfseitige Brief hat es in sich, die Fragen sind detailliert.
Peter Klimek wurde zum österreichischen Wissenschaftler des Jahres gekürt. Seit März 2020 ist der Leiter des Wiener Complexity Science Hub den Österreichern bekannt als Komplexitätsforscher (eine Berufsbezeichnung, die es praktisch nur in der Alpenrepublik zu geben scheint). Zusammen mit Niki Popper von der TU Wien wurden seine Modelle aus Differentialgleichungen, Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Graphen zum Begleiter für zahlreiche Landsleute, wenn es darum ging, Maßnahmen durchzusetzen.
Unter großem Jubel wurde der Komplexitätsforscher Peter Klimek dank seiner ausgefeilten Prognosen zum österreichischen Wissenschaftler des Jahres gekürt. Wie weit politische Entscheidungen auf seinen Berechnungen basieren, wird wohl nicht bekannt werden. In der „Zeit im Bild“ vom 12. November 2021 war er über die Politik zumindest erzürnt, die seine Modellberechnungen über ansteigende Zahlen im Herbst ignorierten und in der Konsequenz schließlich im fünften Lockdown des Landes endeten.
Nachdem die grüne und gelbe Parteibasis ihren Sanktus zum 186-seitigen Koalitionsvertrag der neuen „Ampel“-Regierung gaben, nimmt die Ressortverteilung immer konkretere Formen an. Zu den am meisten umstrittenen Personalentscheidungen gehört sicherlich Karl Lauterbach (SPD).
Es wird Herbst, die Schule startet, überall hört und liest man bereits von der vierten Corona-Welle und die Politik erhöht den Druck auf Ungeimpfte. Corona spaltet weiterhin die Bevölkerung. Für großes Aufsehen sorgte jüngst der Trailer zum neuen Dokumentarfilm „Eine andere Freiheit“.
Während Neuseeland an seinem Konzept festhält, Corona bis auf den letzten Infizierten von der Insel fernzuhalten, entscheidet sich Australien für einen Strategiewechsel unter dem Eindruck ständig wiederkehrender Lockdowns. Doch entbrennt auch dort ein Konflikt um eine härtere oder lockere Corona-Politik.
Auch wenn die bundesweite 7-Tages-Inzidenz derzeit im niedrigen zweistelligen Bereich ist, erwägt die türkis-grüne Bundesregierung neue Maßnahmen im Kampf gegen die Verbreitung der Delta-Mutation. Weiters nützen Kanzler und Gesundheitsminister die Nachrichtenlage, um ihre Impf-Kampagne kräftig voranzutreiben.
Während sich die gesamte Ostregion in Österreich für eine Verlängerung des Lockdowns bis 18. April ausspricht, übt die FPÖ Kritik und fordert ein sofortiges Lockdown-Ende und die Umsetzung eines Aktionsplans.
In einem Verhandlungsmarathon endete das Gezerre um neue Corona-Regeln für die drei östlichen Bundesländer Wien, Niederösterreich und Burgenland erst in den frühen Morgenstunden in einer Einigung. Und die Zeichen stehen auf Verschärfung.