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Wohlstandseinbruch: Sparen wird unmöglich gemacht

Energie und Versorgung werden zunehmend für viele Haushalte unbezahlbar. Aktuelle Prognosen von Experten wie Hans-Werner Sinn zeichnen ein düsteres Bild.
Redaktion
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24.8.2022
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2 Minuten Lesezeit
Wohlstandseinbruch: Sparen wird unmöglich gemacht
Hans-Werner Sinn (2008), Jan Roeder, Krailling, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Man erwarte, dass etwa 60 Prozent aller deutschen Haushalte in naher Zukunft nicht mehr zum Sparen kommen, so der DSGV-Präsident Helmut Schleweis. Vergangenes Jahr seien es noch 15 Prozent der Bevölkerung gewesen, die mit ihren monatlichen Einkünften lediglich ihre Lebenserhaltung finanzierten. Der Vorstand der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken Andreas Martin sprach indes von den Folgen der hohen Inflation, diese „entziehe den Verbrauchern Kaufkraft“. Nun gibt es erste Forderungen, die einen Dispozinsdeckel fordern, so etwa Stefan Schmidt (Grüne).

Energiekrise ist hausgemacht

Der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn sieht zumindest das Energieproblem als selbstverschuldet an. Auf eine Frage der Berliner Zeitung, ob die Suche nach dem günstigsten Produkt die aktuelle Misere zu verantworten habe, antwortete Sinn:

Nein, das Russengas gewann seine dominante Stellung wegen der grünen Energiewende, also aus politischen Gründen. Da Wind- und Solarenergie sehr flatterhaft sind, braucht man während der häufigen, langanhaltenden Dunkelflauten regelbare, konventionelle Kraftwerke als Lückenfüller, und zwar im vollen Umfang des deutschen Strombedarfs. Die Kohle- und Atomkraftwerke wollte die Politik ja abschalten, also blieb den Erzeugern nur das teure Gas. Die unheilvolle Abhängigkeit vom Russengas ist der Kollateralschaden einer unbedacht organisierten Energiewende.

Er plädiert für die freie Arbeit des Marktes mit den steigenden Preisen umzugehen. Er lehnt eine Übergewinnsteuer ab und fordert eine Neubetrachtung des Themas Kernenergie als Mittel der energiepolitischen Unabhängigkeit.


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