Die Zahlen sind alarmierend: Im ersten Quartal 2026 verzeichnet das IWH 4.573 Unternehmensinsolvenzen – hochgerechnet sind das rund 45.700 Betriebsschließungen. Das ist der höchste Stand seit über 20 Jahren. Seit August 2021 steigt die Kurve unaufhaltsam. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet unser Institut für konservative Wirtschaftspolitik (IKW) mit über 27.500 Insolvenzen und 250.000 bis 275.000 Betriebsschließungen. Ein historischer Rekord. Und er ist hausgemacht.
Die wahren Treiber der Pleitewelle
Die offizielle Erzählung schiebt nun alles auf den Irankrieg und geopolitische Schocks. Doch das ist Augenwischerei. Zwischen Liquiditätsproblemen und tatsächlicher Insolvenz vergehen Monate, oft Jahre. Der aktuelle Anstieg hat tiefere Wurzeln: verschärfte Finanzierungsbedingungen, kollabierende Konsumnachfrage und vor allem strukturelle Standortgifte aus Berlin und Brüssel.
Die KfW-ifo-Kredithürde klettert seit 2018, die Zinsen für Unternehmenskredite liegen bei 3,4 Prozent – doppelt so hoch wie vor den Corona-Schließungen. Gleichzeitig stürzt das GfK-Konsumklima auf minus 28 Punkte. Die Leute kaufen nicht mehr, weil die Kaufkraft weg ist. Und warum? Energiepreise sind seit 2019 um 45 Prozent explodiert. Ein durchschnittlicher Arbeitnehmer verliert über 60 Prozent seines Einkommens an Steuern und Abgaben – Deutschland liegt OECD-weit auf Platz zwei der am höchsten besteuerten Länder. Dazu der Bürokratiewahnsinn: Fünf Stunden pro Woche nur für Papierkram beim normalen Mitarbeiter, anderthalb Tage beim Chef, laut neuesten Umfragen des IW Köln.
Die Schwächsten trifft es zuerst
Besonders bitter trifft es den Mittelstand. Kleine Betriebe mit unter zehn Mitarbeitern kommen nur auf eine Eigenkapitalquote von 24 Prozent (Großkonzerne liegen bei 30 Prozent). Ihr Krediterfolg ist um zehn bis 15 Prozentpunkte schlechter. Eine Studie des IfM Bonn zeigt: die relative Bürokratiekosten fressen bis zu drei Prozent des Umsatzes von KMU – dreimal so viel wie bei den Großen. Strategische Anpassungen? Fehlanzeige. Während Daimler Truck, Porsche und VW in lukrative Rüstungsaufträge des Staates wechseln, fehlen kleinen Firmen schlicht die Ressourcen. Sie sind die Ersten, die kippen.
Und es wird nicht besser. Die Bundesregierung verspricht seit Mai 2025 einen „Reformfrühling“, einen „Reformherbst“ und nun ein „Reformjahr 2026“ – und liefert nichts. Stattdessen drohen neue Belastungen: Abschaffung des Ehegattensplittings, Einschränkung der Mitversicherung, Mehrwertsteuer auf 21 Prozent. Der neue CO₂-Grenzausgleich CBAM frisst allein zehn Milliarden Euro. Geopolitische Risiken drücken das erwartete Wachstum auf 0,6 Prozent oder darunter. Die Insolvenzmaschine läuft auf Hochtouren.
Die Lösung liegt auf dem Tisch
Wer die Pleitewelle stoppen will, muss an die Wurzeln gehen. Ein echtes energiepolitisches Befreiungspaket wäre der Gamechanger: Abschaffung der CO₂-Abgabe (BEHG), Austritt aus ETS 1 und Verweigerung von ETS 2, Rückkehr zur Kernkraft mit Reaktivierung von bis zu elf Reaktoren, Senkung aller Energie-Steuern auf EU-Minimum. Ergebnis: Kraftstoffe minus 25–34 Prozent, Strom um 60–80 Prozent günstiger. Das entlastet Unternehmen und Haushalte sofort. Zusätzlich könnte der Bürokratieballast nach Schätzungen des IKW um 200 Milliarden Euro pro Jahr gekappt werden – möglich durch Streichung überflüssiger EU- und Bundesvorgaben. Ein steuerliches Entlastungspaket der AfD von bis zu 55 Milliarden Euro würde Konsum und BIP um 1,2 Prozent ankurbeln.
Das alles ist machbar. Doch eine echte Wende erfordert einen Koalitionsbruch: Die CDU/CSU muss ihre Zusammenarbeit mit der SPD beenden und eine Partnerschaft mit der AfD eingehen. Nach den Landtagswahlen im September 2026 ist das realistischer denn je. Nur so können die notwendigen Entlastungen bei Energie, Bürokratie und Abgaben kommen. Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Wer ihn weiter stranguliert, zerstört nicht nur Jobs – er zerstört das Land. Zeit für eine echte Kurskorrektur. Bevor es zu spät ist.






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