München. – Eine parlamentarische Anfrage der AfD im Bayerischen Landtag hat neue Zahlen zur Zusammensetzung der Schülerschaft im Freistaat ans Licht gebracht. Die Daten aus dem Schuljahr 2025/2026 zeigen zum Teil drastisch hohe Anteile von Schülern mit Migrationshintergrund, insbesondere in Städten und an bestimmten Schulformen.
Hoher Migrationsanteil an Bayerns Schulen
Wie aus der Antwort des Kultusministeriums auf die Anfrage des Abgeordneten Rene Dierkes hervorgeht, die FREILICH exklusiv vorliegt, schwankte der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund im Schuljahr 2025/2026 je nach Schulart und Region in Bayern stark. Besonders stark betroffen waren Mittelschulen. Dort lag der Anteil im Durchschnitt bei 49,9 Prozent. An Grundschulen betrug er 33,4 Prozent, an Realschulen 20,4 Prozent und an Gymnasien 18,2 Prozent. Auch an Wirtschaftsschulen (31,6 Prozent) und beruflichen Schulen (30,4 Prozent) ist der Anteil erheblich.
Städte mit besonders hohen Anteilen
Dabei fallen die Unterschiede zwischen Stadt und Land besonders ins Auge. In mehreren Großstädten überschreiten die Werte teilweise deutlich die Hälfte der Schülerschaft. So lag der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund in Nürnberg laut Antwort bei 64,4 Prozent an Grundschulen und sogar bei 78,3 Prozent an Mittelschulen. Auch in Augsburg sind die Werte hoch: 63,3 Prozent an Grundschulen und 79,0 Prozent an Mittelschulen. Ähnliche Entwicklungen zeigen sich auch in München: Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund an Grundschulen beträgt 57,2 Prozent, an Mittelschulen 81,4 Prozent. In vielen ländlichen Regionen bleiben die Werte zwar niedriger, doch auch dort liegen sie häufig im zweistelligen Bereich.
Anteil ausländischer Staatsbürger ebenfalls hoch
Neben dem Migrationshintergrund enthält die Anfrage auch Angaben zum Anteil von Schülern ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Laut Antwort liegt dieser bayernweit bei 16,0 Prozent an Grundschulen, 32,5 Prozent an Mittelschulen, 9,2 Prozent an Realschulen, 7,4 Prozent an Gymnasien, 16,1 Prozent an Wirtschaftsschulen und 22,0 Prozent an beruflichen Schulen. Auch hier zeigen sich besonders hohe Werte in den Großstädten.
In der Anfrage wurden auch die Kosten für unbegleitete minderjährige Ausländer thematisiert. Die Staatsregierung erklärte dazu, die Kosten seien „nicht allgemein bezifferbar“. Gleichzeitig wird eine Gesamtsumme der staatlichen Erstattungen genannt. Demnach belief sich die Kostenerstattung des Freistaats an die Bezirke im Jahr 2025 auf 179,6 Millionen Euro.




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