Deutsche EU-Abgeordnete mischen sich in Italiens Regierungsbildung ein
Nach dem Wahlsieg des Rechtsbündnisses in Italien fordern deutsche EU-Abgeordnete, die Regierungsbildung in Italien zu verhindern.
Nach dem Wahlsieg des Rechtsbündnisses in Italien fordern deutsche EU-Abgeordnete, die Regierungsbildung in Italien zu verhindern.
Nach dem Sieg des rechtskonservativen Bündnisses bei der Wahl suchen die deutschen Politiker nun nach einer Einordnung des Ergebnisses.
Die Italiener neigen zu mutigen Wählerentscheidungen – und dennoch kam das, was am Sonntag in unserem südlichen Nachbarland geschah, einem Politbeben gleich. Die üblichen Verdächtigen sind zutiefst geschockt, manch Rechter träumt von der großen patriotischen Wende in Europa. Doch es will sich bestenfalls verhaltene Freude einstellen – das liegt nicht zuletzt an der geopolitischen Ausrichtung der designierten Regierungschefin Giorgia Meloni.
Der gestrige Wahlsonntag wurde zum Triumphzug für das rechte Lager in Italien, insbesondere für „Fratelli d’Italia“-Chefin Giorgia Meloni, die aller Voraussicht nach erste weibliche Regierungschefin Italiens werden könnte. Nach Hochrechnungen kam sie auf knapp 26 Prozent der Stimmen. Das Mitte-Rechts-Bündnis mitsamt Lega & Forza Italia überspringt die 40-Prozent-Marke.
Giorgia Meloni wird unter italienischen Rechten und Konservativen bereits als künftige Regierungschefin Italiens gehandelt. Nun wird sie Zielscheibe von Gerüchten.
Der Historiker Eberhard Straub sprach mit der TAGESSTIMME über die kommende Wahl am 25. September in Italien. Straub erwartet einen politischen Umbruch und kritisiert die irreführende Berichterstattung über die italienische Politikerin Giorgia Meloni.