Frankfurter Buchmesse: Debatte um Cancel Culture & Meinungsfreiheit
Die Frankfurter Buchmesse verlief eigentlich ruhig. Nur die linke Aufregung um den neurechten „Jungeuropa Verlag“ sorgte für Trubel.
Die Frankfurter Buchmesse verlief eigentlich ruhig. Nur die linke Aufregung um den neurechten „Jungeuropa Verlag“ sorgte für Trubel.
Der mit der ständigen Rassismus-Debatte verbundene Bildersturm fordert sein nächstes Opfer. In New York entschied der Stadtrat nun, ein Denkmal für Gründervater und Ex-US-Präsident Thomas Jefferson zu entfernen.
Beim Filmfestivals von San Sebastian hat der US-Schauspieler Johnny Depp die sogenannte „Cancel Culture“ angeprangert.
Der Musiker sah sich heftiger Kritik ausgesetzt, weil er das Buch eines konservativen Journalisten und dessen Arbeit gelobt hatte.
Studenten stimmten dafür, ein Bild der Queen abzuhängen. Sie wäre ein Symbol der „jüngeren Kolonialgeschichte“, so die Begründung. Der britische Bildungsminister bezeichnete dies als „absurd“.
Eigentlich soll der Polizist und Soziologe Frank-Holger Acker im Sommersemester ein einführendes Seminar zu „Polizei und Kriminalität“ an der Leibniz-Universität in Hannover halten. Dagegen laufen nun aber Vertreter des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) Sturm.
Ein besonderer Fall von „Cancel Culture“ trug sich unlängst in Hannover zu. Dort sollte ein renommierter Afrikanist einen Vortrag zur Kolonialgeschichte halten. Nach Protesten einer sogenannten „Anti-Rassismus“-Gruppe kam es jedoch nicht dazu.
Mitarbeiter der renommierten University of Oxford sind offenbar der Ansicht, dass die traditionelle Methode, Musik zu notieren, ein Überbleibsel der Kolonialzeit sei. Entsprechend benachteilige dies Studenten mit nicht-europäischen Wurzeln.
YouTube hat den nächsten rechten Kanal gelöscht. Am Donnerstag traf es bereits die Sendung „Wir klären das!“, am Freitag dann auch noch „Laut Gedacht“.
Seit letztem Jahr ist die Debatte um „Cancel Culture“ auch in Deutschland angekommen. Während Vertreter des Establishments die Existenz einer solchen „Cancel Culture“ leugnen, fühlen sich immer mehr Menschen davon ganz real eingeschränkt. Ganz besonders betroffen sind die Universitäten und der wissenschaftliche Diskurs. Rund 70 Wissenschaftlicher reagierten jetzt mit einem Aufruf für Wissenschaftsfreiheit.