Der Balkan wird wieder durchlässig, die Ankünfte steigen
Während es im Jahr 2017 etwa 750 neue Ankünfte von Migranten in Bosnien und Herzegowina gab, waren es im Jahr 2018 bereits 24.000, bestätigt UNHCR-Sprecher Neven Crvenković.
Während es im Jahr 2017 etwa 750 neue Ankünfte von Migranten in Bosnien und Herzegowina gab, waren es im Jahr 2018 bereits 24.000, bestätigt UNHCR-Sprecher Neven Crvenković.
Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović hat kürzlich über ihre Sprecherin mitteilen lassen, dass sie den UN-Migrationspakt nicht unterzeichnen würde. In den Prozess ist sie selbst jedoch gar nicht eingebunden. Vielmehr ist das Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten in diesem Fall zuständig.
Für die aktuelle Situation in Kroatien und Bosnien und Herzegowina macht Alice Weidel (AfD) die Willkommenskultur der deutschen Bundesregierung und die inkonsequente Linie der EU verantwortlich. Nun fordert sie, die zwei Staaten mit ihren Problemen nicht allein zu lassen.
Der kroatische Regierungschef Andrej Plenković war am Montag und Dienstag zu Besuch in Berlin. Beim Treffen mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag wurden bilaterale und europäische Fragen besprochen. Es waren aber auch die jüngsten Vorfälle in Chemnitz Thema der Pressekonferenz.
Seit Jahresbeginn sind mehr als 10.000 Asylwerber nach Bosnien gekommen, um sich von dort weiter in den Norden durchzuschlagen. Doch an der kroatischen Grenze ist Schluss. In der bosnischen Grenzstadt Bihać befinden sich zurzeit mehr als 5.000 Asylwerber. Das stellt Behörden und Einwohner vor neue Herausforderungen.
Im Land des frischgebackenen Fußball-Weltmeisters Frankreich kam es am Sonntagabend während der Feierlichkeiten zu schweren Ausschreitungen. Während hunderttausende Menschen friedlich den 4:2-Finalsieg der „Les Bleus“ gegen die kroatische Auswahl bejubelten, sorgten Randalierer mit Plünderungen und Unruhen für negative Schlagzeilen.