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Mögliche Produktionsstopps: DIHK schlägt Alarm

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag warnt wegen der Energiekrise vor Produktionsstopps. Zahlreiche Unternehmen bekämen keinen Vertrag zur Energieversorgung.
Thomas G. Wunder
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24.10.2022
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Mögliche Produktionsstopps: DIHK schlägt Alarm
Produktion des VW ID.3 in der Gläsernen Manufaktur Dresden, VWS.extern, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (Bild zugeschnitten)

Quer durch die Branchen erreichten ihn täglich Hilferufe von Unternehmen, die für das nächste Jahr keinen Energieversorgungsvertrag mehr bekämen, berichtet DIHK-Präsident Peter Adrian der Deutschen Presse-Agentur. Hier müsste dringend eine Lösung gefunden werden, sonst stünden „zum Jahreswechsel Teile unserer Wirtschaft still“. Adrian fordert die Bundesregierung auf, schnell zu handeln.

Viele Energieversorger seien nicht mehr in der Lage, die sogenannten Sicherheitsleistungen zu bezahlen. Diese müssten bei ihren Termingeschäften zur Absicherung von Energiepreisschwankungen hinterlegt werden. „Diese Sicherheitsleistungen haben analog zu den Börsenpreisen so astronomische Höhen erreicht, dass Stadtwerke und andere Lieferanten ihren Kunden keine Angebote für die Belieferung mit Strom und Gas mehr machen können“, erklärte der DIHK-Präsident weiter.

Im Gegensatz zu Privathaushalten und sehr kleinen Unternehmen hätten größere Betriebe keinen Anspruch auf Ersatz durch Grundversorger. Ohne Vertragsangebot stünden sie komplett ohne Energie da. „Wir brauchen daher dringend eine Ersatzversorgung auch für Betriebe sowie eine Liquiditätssicherung für die Versorger. Anderenfalls drohen Einschränkungen in wichtigen Wirtschaftsbereichen – auch solchen, die für die gesundheitliche und soziale Infrastruktur unseres Landes unerlässlich sind“, sagte Adrian mit Blick auf die Bundesregierung.